'Ich in trockenen Tüchern' by schuschu http://www.flickr.com/photos/schuschu

Arbeitsgruppe

"Identität als zeichenbasierter Prozess"

Philosophische Fakultät der Leibniz Universität Hannover

(Germanistische Linguistik/ Institut für Pädagogische Psychologie)


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Tagungsberichte über das Symposium

  • Fachdienst Germanistik (Ausgabe 09/2007), S. 4, 5.

Symposium: Signs of Identity - Exploring the Borders

Vom 7. - 9. Juni 2007 fand an der Leibniz Universität Hannover das Symposium Signs of Identity - Exploring the Borders, veranstaltet von der interdisziplinären Arbeitsgruppe "Identität als zeichenbasierter Prozess" (Philosophische Fakultät der Leibniz Universität Hannover, Germanistische Linguistik/Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, Psychologie) gefördert von der VolkswagenStiftung, statt.

Zusammenfassung

Das vom 7.6.-9.6.07 an der Leibniz Universität Hannover durchgeführte, internationale Symposium "Signs of Identity - Exploring the Borders" ermöglichte einen interdisziplinären Zugang zu dem umstrittenen Konzept der Identität. Ziel war es, die Kohärenz und gleichzeitige Flexibilität von Identität sowie die Zeichenbasiertheit von Identitätsprozessen zu erkunden. In theoretischer und empirischer Hinsicht sollten u.a. die Art und Weise von identitätskonstitutiven Zeichenverwendungen und deren Kulturspezifität diskutiert werden. Zu diesen Fragen wurden in nahezu allen Symposiumsbeiträgen sehr differenzierte theoretische Positionen, vielfältige methodische Untersuchungsansätze und/oder empirische Analysen vorgestellt; diese wurden konkretisiert beispielsweise anhand von Prozessen der Identitätskonstitution in Mehrsprachigkeitskontexten und in Bezug auf die Kommunikation mit Primaten. Dabei zeigte sich, dass die methodologische Perspektivenvielfalt auf identitätskonstitutive Zeichenprozesse sowohl sprachliche als auch bildhafte Zeichenverwendungen umfasst. Es herrschte auf Seiten der Teilnehmenden eine weitgehende Übereinstimmung bezüglich der Zeichenbasiertheit der Identitätskonstitution. Gleichzeitig stellte sich heraus, dass das Verständnis zeichenbasierter Identitätsprozesse einer klaren, interdisziplinär fundierten Bestimmung des zugrunde gelegten Zeichenbegriffs sowie weiterführender empirischer Erkundungen bedarf.

Fragestellung des Symposiums

Auf dem Symposium mit dem Motto "Signs of identity - exploring the borders" sollen die definitorischen Grenzen und die interdisziplinäre Anwendbarkeit des postulierten zeichenbasierten Identitätskonzepts sowohl in konzeptueller wie in methodischer Hinsicht abgesteckt werden. Im Rahmen dieser Veranstaltung kommen internationale Vertreter der für die Überprüfung der Leithypothese relevanten wissenschaftlichen Disziplinen zusammen, um aus ihrer Sicht

  1. die Zeichenbasiertheit von Selbstkonstrukten grundsätzlich zu begründen oder in Abrede zu stellen,
  2. die Art und Weise von identitätskonstitutiven Zeichenverwendungen annäherungsweise zu beschreiben,
  3. disziplinspezifische und transdisziplinäre methodische Vorgehensweisen für die Untersuchung von zeichenbasierten Identitätsprozessen aufzuzeigen,
  4. die Kulturspezifität der Identitätssemantik (diachron und synchron) zu diskutieren und
  5. zu klären, ob die vorgeschlagene Identitätskonzeption auch bei der Analyse von "Grenzfällen der Identität" (z.B. bilingualer Spracherwerb/Mehrsprachigkeitskontexte, Kommunikation von Primaten) weiterführend ist.

Gastvortrag

Gastaufenthalt von Professor Dr. Michael Bamberg

Das Projekt konnte im Rahmen des Gastwissenschaftlerprogramms der Philosophischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover Herrn Professor Dr. Michael Bamberg für einen Gastaufenthalt vom 18. - 24. Januar 2010 gewinnen.

Im Rahmen dieses Aufenthalts gab Herr Professor Dr. Bamberg ein Seminar und einen öffentlichen Vortrag.


Das Seminar:

Who-Am-I?
What does this question mean?
--and how we analyze its answers--

Montag, 18. Januar: 18-20 Uhr (Unit ONE)
Donnerstag, 21. Januar: 18-20 Uhr (Unit ONE)
Samstag, 23. Januar: 10-13 Uhr; 14-17 Uhr (Unit TWO)
Sonntag, 24. Januar: 10-13 Uhr; 14-17 Uhr (Unit TWO)
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Der Vortrag:

Betty Tells Her Story:
Narrative and Emotion in Making Sense of Who-We-Are

Di., 19. Januar 2010, 18 Uhr c.t. – 20 Uhr
Raum 001, Schloßwender Str. 1
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